proCoA berät Maschinen- und Anlagenbauer bei Produkt-Compliance: CE-Konformität, Risikobeurteilung, funktionale Sicherheit, Cybersecurity, technische Dokumentation. Fachlich anspruchsvoll, erklärungsbedürftig – und schwer zu sortieren. Genau daran lag die eigentliche Arbeit.
Website ansehen →Relaunch einer bestehenden Seite: Informationsarchitektur beraten, umsetzen, live bringen.
Die Fachtexte kommen aus dem Fachbereich von proCoA. Ich habe sie sortiert, nicht geschrieben.
Nicht das Aussehen, sondern die Struktur: Wo landet jemand, der nur einen Normnamen kennt?
Links am Rechner, rechts auf dem Handy. Auf beiden Geräten führt der Weg über dieselben fünf Leistungen – am Telefon liegen sie hinter dem Menü, sonst wäre die Startseite eine Liste.
Es gab schon eine Website. Der Auftrag war also nicht, etwas Neues zu erfinden, sondern etwas Gewachsenes wieder benutzbar zu machen. Das ist ein Unterschied, der sich durch das ganze Projekt zieht: Bei einem Relaunch ist die schwierigste Frage nicht, was dazukommt, sondern was rausfliegt.
Die Zielgruppe hilft dabei, die Frage zu entscheiden. Wer bei proCoA anfragt, ist meist Konstruktionsleiter, Qualitäts- oder Entwicklungsverantwortlicher und hat ein konkretes Problem: eine Maschine, die in Verkehr gebracht werden muss, eine Norm, die erfüllt sein will, ein Audit, das ansteht. Solche Besucher wollen nicht inspiriert werden. Sie wollen in zwei Klicks bei der passenden Leistung landen und danach wissen, ob sie hier richtig sind.
Vier Punkte, die den Charakter der Seite bestimmen – und einer davon ist eine Entscheidung darüber, was ich nicht mache.
Der bequeme Weg wäre eine Sammelseite „Beratung“ mit fünf Absätzen gewesen. Stattdessen steht jede Leistung für sich: CE-Konformität, Risikobeurteilung, funktionale Sicherheit, Cybersecurity, technische Dokumentation. Wer eine Risikobeurteilung braucht, sucht genau das – und nicht „Beratung“. Das macht die Seite größer und die Pflege aufwendiger. Es ist der einzige Weg, auf dem ein Fachbesucher sich wiedererkennt.
Ich habe die Fachtexte nicht geschrieben, und das war die richtige Entscheidung: Ich erstelle keine Risikobeurteilungen. Meine Aufgabe lief in die andere Richtung. Ich habe gefragt, was ein Außenstehender an diesen Texten nicht versteht, wo eine Abkürzung ohne Erklärung steht und an welcher Stelle jemand abspringt, weil er nicht weiß, ob er gemeint ist. Ein Dienstleister, der Fachinhalte selbst umformuliert, richtet in solchen Themen mehr Schaden an als Nutzen.
Auf der Seite treffen sich drei völlig verschiedene Anliegen: jemand hat ein akutes Problem, jemand will sich weiterbilden, jemand will fachlich auf dem Stand bleiben. Das sind Leistungen, Seminare und Aktuelles – und sie gehören auseinander, auch wenn sie inhaltlich überlappen. Vermischt man sie, liest der eine sich durch Seminartermine, während er eine Analyse braucht, und der andere landet in einem Angebot, obwohl er nur einen Beitrag lesen wollte.
Domain umstellen, alte Adressen weiterleiten, prüfen, dass kein Link ins Leere führt und keine gefundene Seite plötzlich verschwunden ist. Das ist die unspektakulärste Stunde eines Projekts und die, in der am meisten kaputtgehen kann. Bei einem Relaunch ist der Livegang kein Knopf, sondern eine Liste – und die schreibt man vorher, nicht mittendrin.
Bis hierher stand meine Sicht auf das Projekt. Das hier ist die andere – öffentlich nachlesbar als Empfehlung auf LinkedIn.
„Wir sind eine Beratung für Produktsicherheit und Compliance im Maschinenbau und haben im Zuge unseres Rebrandings zu proCoA eine komplett neue Website gebraucht – inhaltlich kein einfaches Thema, da erklärungsbedürftiges B2B.
Markus hat das Projekt von Anfang an strukturiert aufgezogen und zügig umgesetzt. Was mich besonders überzeugt hat: Er priorisiert sehr gut, fokussiert sich aufs Wesentliche und verliert sich nicht in Nebenschauplätzen. Dadurch waren wir deutlich schneller live, als ich es von Website-Projekten sonst kenne.
Die Kommunikation war durchgehend klar – ich wusste immer, woran wir gerade sind und was als Nächstes kommt. Vor allem aber hat er ständig selbst Initiative gezeigt, damit die Dinge vorangehen. Ich musste nie hinterhertelefonieren, eher umgekehrt: Er kam mit fertigen Vorschlägen auf mich zu.
Das Ergebnis: eine technisch sauber umgesetzte Website, die inhaltlich Substanz hat – und die nicht nur von menschlichen Lesern, sondern auch von KI-Suchagenten hervorragend verstanden wird. Genau das, was heute zählt.
Ich empfehle Markus jedem, der einen Web-Entwickler sucht, der eigenständig arbeitet, mitdenkt und ein Projekt wirklich treibt statt nur abzuarbeiten.“
Was Sie an procoa.de sehen können, ist Struktur und Handwerk: eine erklärungsbedürftige Fachdienstleistung so geordnet, dass sie auffindbar wird, und ein Relaunch, der ohne Ausfall über die Bühne gegangen ist.
Was Sie nicht sehen können, ist meine Fachkompetenz in Maschinensicherheit – die habe ich in diesem Projekt nicht gebraucht und würde sie auch nicht behaupten. Wenn Sie eine Website in einem Spezialgebiet haben, ist das die wichtigste Frage: Sucht Ihr Dienstleister die Zusammenarbeit mit Ihren Fachleuten, oder überschreibt er sie?
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